Syrien mal anders: Aleppo bis Aleppo - 13 Tage
TOURVERLAUF
1.Tag Über den Wolken
Flug von Frankfurt nach Aleppo
Ungefähre Flugzeit: 15:00 Uhr – 19:20 Uhr (beachte Zeitverzögerung –
tatsächliche Flugzeit gut drei Stunden - genaue Abflugszeit ist späterer
Buchungsbestätigung zu entnehmen).
Empfang durch
die örtliche Reiseleitung und Fahrt zum Hotel in Aleppo. Abendessen
und Übernachtung dort.
2. Tag
Wir brechen frühzeitig auf zum Euphrat. Kurzer Aufenthalt dort. Weiterfahrt zunächst nach Ar-Rusafa, eine der beeindruckensten Stätten Syriens. Auch wenn die
Ruinen nicht mehr ganz so gut erhalten sind wie die in Palmyra, so legt
die Anlage doch Zeugnis ab über ihre ruhmreiche byzantinische Vergangenheit.
Die Fahrt führt uns weiter zum Wüstenschloss
Qasr al Hair ash Shaqi, einem der best erhaltenden Wüstenpaläste
Syriens. Das im Jahr 729 von Kalif Hisham erbaute
Wüstenschloss beeindruckt durch seine gigantischen Ausmaße von einer
16 km langen Umfassungsmauer aus Stein- und Lehmziegeln, seinen 12 m
hohen Türmen und 2 m dicken Mauern, die noch teilweise sehr gut erhalten
sind. Unsere Tagestour endet heute in Palmyra. Abendessen und Übernachtung
im Hotel
3. Tag
"Oasenstadt zwischen Euphrat und
Mittelmeer"
Wir stehen
noch bei Dunkelheit auf und fahren mit dem Bus auf die
Zitadelle, wo es den in Syrien einmaligen Sonnenaufgang hoch
über dem Ruinengelände zu erleben gibt (wer in die Zitadelle hinein
möchte zahlt 5 USD (ca. 3,50 Euro) vor Ort – falls so früh geöffnet).
Nach dem Frühstück beginnt die ganztägige Besichtigung in Palmyra:
Das Archäo-
logische Museum, die Nekropolis (Turmgrab und unterirdisches Grab),
Tempel des
Gottes Bel, Ruinen der römischen Kolonadenstrasse (Triumphbogen, Nebotempel,
Agora, Tetrapelion, Begräbnistempel, Al-Lat-Tempel, Lager des Dioclician)
und Tempel des Baal Shamine. Fakultativ: Möglichkeit zu einem Kamelritt,
1-2 km, nur für Interessierte – Kosten 25 USD – ca. 30 Minuten.
Sonnenuntergang auf der Zitadelle – Fahrt mit Bus dorthin. (Eintritt in
Zitadelle 5 USD extra – falls geöffnet). Abendessen in Hotel
4. Tag
Heute vormittag werden noch die restlichen
Besichtigungen von Palmyra gemacht – soweit dies erforderlich ist.
Danach geht es auf der Wüstenautobahn
nach Damaskus. Wir besuchen das dortige Nationalmuseum.
Später sehen wir „Damaskus by night“ mit einen phantastischen
Rundblick über die Stadt vom Berg Qassiyoun.
5. Tag
Izraa,
Shabha, Quanawat, Bosra, und Sweida
"Viel Korn, der Zorn Gottes und ein
großes Theater"
Das Dorf Izraa ist möglicherweise
das Dorf Zovara der Antike. Hier findet man die im
Jahr 512 errichtete älteste heute noch genutzte Kirche Syriens: die
griechisch-orthodoxe Georgskirche. Sie scheint über einem ehem. Tempel
errichtet worden zu sein, denn über
dem Portal steht die griechische Inschrift: "Was Dämonenwohnung
war, ist nun Gotteshaus;
wo man eine Zeitlang Götzen verehrte, sind nun Engelschöre; wo Gott
zum Zorn gereizt
wurde, ist Er nun besänftigt."
Außerdem befindet sich noch die Kirche des Propheten Elia in Izraa,
die der griechisch-katholischen Gemeinde gehört.
Shabha ist ein hübsches kleines Städtchen, wo sich ein Besuch,
nicht nur wegen der
sehr gut erhaltenen Ruinen, lohnt. Auch die kleine Altstadt mit ihren
lebendigen Strassen
und der einzigartigen Architektur, wo moderne Häuser in römische Ruinen
integriert werden, verdient es, besichtigt zu werden. Aus historischer
Zeit stammen drei römische Stadttore
und Teile der römischen Straßenpflasterung, sowie Teile eines Tetrapylons,
Therme, Theater und Forum.
Qanawat: Das antike Kanatha war einst neben Bosra die bedeutenste
Stadt des Hauran.
Sie gehörte in römischer Zeit zur Dekapolis, einer wirtschaftspolitischen
Interessens-
gemeinschaft mehrerer syrischer Städte. Das sogenannte Serail ist ein
recht interessantes,
aber auch unübersichtliches Ruinenensemble in einer kleinen Parkanlage.
Bosra: das antike Bostra, war in der römischen Antike mit 80.000
Einwohnern eine echte Großstadt. Wir besichtigen dort: die Zitadelle,
das Theater, Zisterne, Byzantinische
Kathedrale, Reste Nabatäischer Mauern, Römischen Triumphbogen, Römische
Bäder, einen Nabatäischen Tempel aus dem 1. Jhdt, die Mabrak-Moschee
und die Omar-Moschee. Das berühmteste Bauwerk ist aber das 6.000 Personen
fassende Theater, das eines der größten
und besterhaltenen der Welt ist.
Sweida (Suweida): Unter den
Osmanen wurde diese Gegend ab 1685, vor allem um
Sweida, von Drusenstämmen aus dem Libanon besiedelt. Noch heute leben
viele Drusen
in dieser Gegend. Wir haben die Möglichkeit, bei einem Treffen die Lebensgewohnheiten
dieser Menschen kennen zu lernen.
Rückfahrt nach Damaskus.
Abendessen
6. Tag
"Damaskus mit dem Beinamen
"Djanna-al-Ard" (dt. das Paradies auf Erden)"
Der
Prophet Mohammed soll sich geweigert haben die Stadt zu betreten, indem
er sagte:
"Der Mensch kann nur ein Paradies haben und meines ist im Himmel."
Nach dem Frühstück starten wir zu einer ganztägigen Besichtigungsfahrt
in Damaskus.
Wir sehen: die Tukieyeh Suleimanhieh Moschee, den Handwerks-
markt, den Bahnhof der berühmten Hetschasbahn, den Azempalast (Kunst-
und Traditionsmuseum), die Große Omayadenmoschee, das Saladinmausoleum,
die
Via Recta (gerade Straße, durch die Paulus lief), die St. Ananiaskapelle,
das Paulus-
fenster, die Tore und Mauern des christlichen Viertels der Altstadt
(Kissantor, Osttor,
Thomastor), und wir wandern durch die alten Bazare und Souks. Dieser
beeindruckende
Tag schließt mit einer Stadtrundfahrt.
Abendessen in einem netten landestypischen Restaurant
7. Tag
Maalula, Syndaya, Maalula, Krak de Chevaliers "Begegnung
mit Nonnen und Rittern"
Nach dem Frühstück fahren wir zum Marienkloster "Notre Dame de Sydnaya".
Es ist
ein wichtiges Pilgerziel der levantischen Christen. Es wurde 547 gegründet,
als der Legende
nach Kaiser Justinian einer Gazelle nachjagte, die sich an einer Quelle
in ein Marienbild verwandelte. Justinian befahl daraufhin, das Kloster
zu bauen.
Danach fahren wir nach Maalula, einem Dorf, in dem noch ein Dialekt
des Aramäischen gesprochen wird, der Sprache Jesu. Wir hören das Vaterunser
oder Teile der Bergpredigt in aramäischer Sprache. Diese stirbt leider
langsam aus, da sie nicht an Schulen gelehrt werden darf, und die Bewohner
Maalulas nach und nach in Städte wie Damaskus ziehen. Wir besichtigen
das Sergios- Kloster und das Theklakloster. Wir machen einen Spaziergang
ca. 1 Std. durch die Schlucht zwischen den Klöstern.
Besuch des Klosters Mar Musa
bei An Nebek. Gespräch mit Vertreter des Klosters. (www.deirmarmusa.org)
Alle Burgen und Festungen der Kreuzfahrerzeit, vom türkischen Kilikien
bis zum Golf von Aqaba, haben ihre eigene Ausstrahlung und Geschichte.
Aber nur eine Burg, der Krak de Chevaliers, wurde zum Symbol
einer ganzen Epoche. Diese beeindruckende Festung besichtigen wir: Krak de Chevaliers. Unser Hotel bietet einen wunderbaren Blick auf diese
Burg. Abendessen und Übernachtung
dort.
8. Tag
Hama, Ugarit, Lattakia
"Tote
Städte und lebendige Wasserräder und das erste Alphabet"
Nach dem Frühstück Abfahrt zum Besuch der gigantischen, am Orontes gelegenen
Wasserräder ("Norias") in Hama (es sind insgesamt 15
in Hama, im Umland über 100).
Die meisten davon sind über 20 m hoch. Seit vorislamischer Zeit versorgt
ihr Schöpfwerk
Stadt und Region mit Wasser. Sie drehen sich, je nach Wasserstand unterschiedlich
schnell.
Die Wasserräder sind seit einigen Jahren aus Wassermangel oder wegen
Reparaturarbeiten zeitweise nicht mehr in Betrieb.
Nördlich von Hama befinden sich verschiedene Dörfer mit den berühmten
„Bienenkorbhäusern“ (Trulli), die wir sehen werden.
Jetzt geht es zur griechisch-römischen Siedlung Apamea, dem heutigen Qalat Mundiq.
Weiterfahrt zu Besuch der "Toten Städte" im landschaftlich
schönen südlichen Kalkstein-
massiv. Dieses erstreckt sich vom Orontesfluss im Süden bis zur syrisch-türkischen
Grenze
im Norden und war im 4. bis zum Ende des 6. Jhts. dicht besiedelt und
wirtschaftlich prosperierend. Durch hohe Besteuerung von Byzanz, abnehmende
Ertragfähigkeit der
Böden und einfallende persische Sassaniden verarmte die Region. Heute
gibt es etwa 500 verlassene Städte, von denen wir zwei besichtigen.
Wir besuchen zuerst Al-Barah,
das verstreut in einem weiten hügligen Gelände liegt mit seinen Pyramidengräbern,
Wohnhäusern und der großen Basilika. Danach Serdjilla, eine der
best erhaltenen
"Toten Städte". Eine beeindruckende, zuweilen gespenstische
Szenerie bietet sich uns.
Aus dem 5. Jht. stammen das Versammlungshaus (Andron = Männerhaus),
die Thermen-
anlage mit ihrem 120 qm großen Saal und die Nekropole. Abendessen und
Übernachtung
in Idleb
9. Tag
Ugarit, Saladin Castle - Tel
Mardikh Ebla – Aleppo
Ugarit: hat für die Entwicklung der Menschheit
Wesentliches hervorgebracht:
das Alphabet1 Wir besichtigen das Ausgrabungsgelände mit Resten von
Ausfalltor,
Königsplast, Residenzviertel, Akropolis und Tempelviertel. Weiter geht
es über Tel
Mardikh Ebla und dem Saladin
Castle (jeweils mit Besichtigung) nach Aleppo. Abendessen und Übernachtung
in Aleppo im Hotel
10. Tag, (Mo, 18.10.10)
“Milch und Honig“ in Aleppo
Der Legende
nach soll hier Abraham eine Kuh gemolken
haben. (der arabische Name der Stadt war Haleb=Milch). Dort sehen wir
das National-
museum, die zweitwichtigste Sammlung Syriens nach Damaskus. Die Zitadelle
von Aleppo
ist bereits von außen betrachtet beeindruckend zu sehen, innen besichtigen
wir die Grosse Moschee: Hofmoschee von 1213, von az-Zahir Ghazi errichtet
an der Stelle einer früheren byzantinischen Kirche. Vom viereckigen Minarett hat man eine überwältigende Aussicht.
Die Abrahamsmoschee
wurde an der Stelle erbaut, an der sich der Legende nach Abraham
mit all seinem Gefolge und seinem Vieh aufgehalten haben soll. Caravanserail
Al Wazir,
ist wohl der schönste der Aleppiner Handelsbauten und wird noch immer
als Marktplatz
genutzt. Der Khan Al Saboun
wird auch der "Seifenkhan" genannt. Er ist eine alte Manu-
faktur, wo noch handgefertigte Seifen hergestellt werden. Die reich
gestaltete Fassade
enthält in einem auf der Spitze stehenden quadratischen Rahmen das islamische
Glaubensbekenntnis: "Es ist kein Gott außer Gott. Mohammed ist sein Prophet!". Der Bau
der Grossen Omayaden-Moschee wurde 710 begonnen. Sein Hof wird abseits
vom
Trubel von Aleppo von herrlicher Ruhe und Stille umfangen. Der Souk
von Aleppo ist ein faszinierender bunter Irrgarten mit einer Gesamtlänge
von ca. 10 km. Dort ist nach
einem langen und interessanten Tag Zeit zum Bummeln, Feilschen und Kaffee
trinken. Abendessen im Hotel und Übernachtung in Aleppo
11. Tag (Di. 19.10.10)
"Von der "Askese auf der Säule"
- das Simeonskloster und Kalb
Loze
Nach dem Frühstück brechen wir zum Tagesausflug zum St. Simeonskloster
auf.
Hier verbrachte der Heilige Simon (geb. ca. 390) die letzten 30 Jahre
seines Lebens auf
einer nur 4 qm großen Fläche in ca. 20 m Höhe auf einer Säule. Schon
zu Lebzeiten
entstanden darum Herbergen für Pilger, die den Segen Simons erhalten
wollten. Nach
seinem Tode wurde um die Säule eine gewaltige Kirchenanlage mit vier
Basiliken, je eine
in jeder Himmelsrichtung, erbaut, deren zum Teil gut erhaltenen Überreste
heute noch zu
sehen sind. Ein Stück der Säule kann noch bestaunt werden. Je nach Zeit
sind hier verschiedene kleine Wanderungen möglich: zu den sog.
"Toten Städten" oder zum Pilgerdorf Deir Siman (das antike
Telanissos).
Danach besuchen wir die bekannte und verlassene Wallfahrtskirche Kalb Loze aus
dem 5. Jht. Sie zählt zu den schönsten christlichen Sakralbauten Syriens.
Rückfahrt
nach Aleppo. Abendessen in einem guten landestypischen Restaurant außerhalb
des Hotels und Übernachtung im Hotel in Aleppo
12. Tag (Mi. 20.10.10) Aleppo
Freier Tag in Aleppo
Abendessen und Übernachtung im Hotel in
Aleppo
13. Tag, ( Do. 21.10.10) Über den Wolken
Eine faszinierende und interessante Reise
geht leider zu Ende. Nach dem Frühstück Verabschiedung von unserem Guide.
Transfer zum Flughafen. (Begleitung durch Agenturvertreter/Guide). Heimflug
von Aleppo nach Frankfurt. Ungefähre Flugzeit: 09:50 – 13:00 Uhr